BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:003/2009  
Art:Antrag  
Datum:08.01.2009  
Betreff:Hallenbad Rethen
- Anträge der FDP im Ortsrat Rethen
Untergeordnete Vorlage(n) 003/2009/1
DokumenttypBezeichnungAktionen
Dokument anzeigen: Antrag Dateigrösse: 106 KB Antrag 106 KB

 

          

_

F D P   i m   O r t s r a t   R e t h e n

 

Tobias Münkner, Hildesheimer Str. 372, 30880 Laatzen

 

Mitglied des Ortsrates Rethen:

Tobias Münkner

Hildesheimer Str. 372, 30880 Laatzen-Rethen

Telefon:  05102-2301

Telefax: 05102-3877

E-Mail:   tobias.muenkner@apotheke-rethen.de

 

 

Laatzen, 08.01.2009

 

 

Frau

Ortsbürgermeisterin Helga Büschking

Rathaus

Marktplatz 13

30880 Laatzen

 

 

Sehr geehrte Frau Ortsbürgermeisterin,

 

der Ortsrat Rethen hat in seiner 12. Sitzung am 22.09.2008 der Beschlussvorlage Drucksachen-Nr. 144/2008, in der unter anderem die Schließung des Hallenbades Re­then angekündigt wurde, zugestimmt. In der genannten Beschlussvorlage werden die Sanierungsaufwendungen für das Hallenbad Rethen mit ca. 600.000 € beziffert. Diese Kosten sind signifikant höher als die vom Gutachter Carsten Grobe ermittelten Kosten von 338.675,48 € für eine energetische Sanierung nach Höchststandard, allerdings ohne die Kosten für die Heiztechnik. Da die Verwaltung die Kosten für die „energetische Sanierung einschließlich der Heiztechnik“ mit 470.000 € benennt, muss die Differenz, nämlich 131.324,52 €, der Heiztechnik des Hallenbades zugeordnet worden sein. Das Grobe-Gutachten weist aber, da ein gemeinsames Blockheizkraftwerk für Hallenbad und Sporthalle empfohlen wird, nur 133.651,71 € für die gemeinsame Heiztechnik aus. Demnach setzt die Verwaltung die Kosten für die Heiztechnik der Sporthalle mit lediglich 2.327,19 € (!) an. Bei dieser absurden Kostenaufteilung muss der Verwaltung ein gravie­render Fehler unterlaufen sein!

 

Fragwürdig sind aber auch die von der Verwaltung benannten zusätzlichen Kosten für die Schwimmbadtechnik und für einen zweiten Fluchtweg, die um 130.000 € über die vom Gutachter Grobe benannten Kosten für eine exzellente energetische Sanierung hinausgehen. Bisher ist dieser Betrag von der Verwaltung nicht verifiziert worden. Im Zusammenhang mit der Schwimmbadtechnik erstaunt es, dass der Hubboden im Hal­lenbad Rethen einerseits vom Bürgermeister als antiquierte technische Kuriosität diffa­miert worden ist, andererseits aber der geplante Anbau des aquaLaatziums nun eben­falls mit einer Hubbodentechnik ausgestattet werden soll (Leine-Nachrichten vom 30.12.08).

 

Weiterhin blieb in der oben genannten Beschlussvorlage unerwähnt, dass die Sanierung von Hallenbädern mit KfW-Mitteln gezielt gefördert werden kann, wenn bestimmte Vor­aussetzungen erfüllt sind. Ab dem 01.01.2009 sind kommunale Schwimmhallen förder­fähig, die tagsüber überwiegend für den Schulsport sowie die Kinder- und Jugendarbeit genutzt werden. Energetische Einzelmaßnahmen können mit bis zu 50 € /m² Netto-Grundfläche gefördert werden. Zusätzliche Fördermittel können voraussichtlich über das geplante 2. Konjunkturpaket der Bundesregierung, das noch im Januar 2009 verab­schiedet werden soll, eingeworben werden.

 

Neu ist auch die Erkenntnis von Herrn C. Otte (Geschäftsführer der aquaLaatzium Frei­zeit GmbH), dass die Erstellungskosten des geplanten aquaLaatzium-Anbaus infolge der Wirtschaftskrise um 20 % bis 30 % gegenüber den bisherigen Annahmen sinken werden (siehe Leine-Nachrichten vom 30.12.08). Damit würden sich die Gesamt-Erstel­lungskosten von bisher 8.400.000 € um 1.680.000 € bis 2.520.000 € reduzieren. Mit die­ser „Einsparung“ könnte dann nicht nur das vernachlässigte Rethener Hallenbad kom­fortabel saniert werden. Falls sich die Prognose von Herrn Otte tatsächlich erfüllt, wür­den sich im Übrigen auch die Sanierungskosten für das Hallenbad Rethen um 20 % bis 30 % reduzieren.   

 

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Beschlussvorlage Drucksachen-Nr. 144/2008 Fehler, Versäumnisse und Unzulänglichkeiten enthält, die den Ortsratsmitglie­dern am Abstimmungstag noch nicht bekannt waren. Darüber hinaus haben sich seit der Abstimmung neue Entwicklungen ergeben, zum Beispiel durch die Finanz- und Wirt­schaftskrise oder durch die verbesserten KfW-Fördermöglichkeiten.

 

Vor diesem Hintergrund bitte ich Sie, sehr geehrte Frau Ortsbürgermeisterin, im Ortsrat Rethen am 26.01.09 über folgende Anträge getrennt abstimmen zu lassen:

 

·        Die Verwaltung wird beauftragt, von einem qualifizierten Fachbüro ein Gutachten über die Sanierungskosten des Hallenbades Rethen erstellen zu lassen. Die von der Verwaltung bisher getroffenen Annahmen sind zu überprüfen.

·        Die Entscheidung über die Schließung des Rethener Hallenbades ist von der Entschei­dung über den Anbau des aquaLaatziums abzukoppeln.

 

Viele Grüsse

 

gez.

 

Tobias Münkner