Tagesordnungspunkt

TOP Ö 7.8: Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Laatzen
-Änderungsantrag der CDU-Ortsratsfraktion Gleidingen

BezeichnungInhalt
Sitzung:28.05.2019   ORR/16/2019 
Beschluss:gilt als behandelt
Vorlage:  2019/006/13 
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Antrag:

 

Bezüglich des Verkehrsentwicklungsplan DS 2019/006 stelle ich hiermit insbesondere in Bezug auf Gleidinger Verhältnisse folgende Änderungsanträge, die in den zuständigen Gremien zu beraten sind:

 

Handlungsprogramm Radverkehr

 

Offensichtlich genügt der Gehweg zwischen Rethen und Gleidingen als für langsam fahrende Fahrradfahrer in beide Richtungen.  Siehe Seite 16 Mindestbreite von gemeinsamen Rad- und Gehwegen!! Verkehrsunfälle scheinen nicht bekannt, so dass sich offensichtlich alle Verkehrsteilnehmer ordnungsgemäß verhalten. Im weiteren Verlauf der Radwegführung in Richtung Süden könnte ebenfalls, wie bisher Gehwege für langsam fahrende

Radler freigegeben bleiben. Auch bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h muss auch der ÖPNV mit einer Durchfahrgeschwindigkeit von 10- 15 km/h rechnen, wenn „schnellere“ Radfahrer auf der Fahrbahn unterwegs sind.

Auf der Abbildung 7.7 Seite 40, ist leider sehr schlecht zu erkennen, dass der Abstand zwischen den äußeren Straßenbahnschienen zum Bordstein ca. 30 cm beträgt, welches dazu führt, dass man zwischen den Gleisen fahren muss, um nicht in die Schienen zu rutschen.

Über weitere Änderungswünsche südlich der Straße Am Leinkamp wurde bisher keine Aussage getroffen!??? Siehe Seite 32

Wir gehen von einer Beibehaltung der bisherigen Regeln aus.

Eine Einrichtung von Schutzstreifen auf der Oesselser Straße erscheint wegen der vorgeschriebenen 30m/h Höchstgeschwindigkeit als nicht notwendig. Für die Freigabe des Gehwegs gilt die Unfallaussage von Hildesheimer Straße.

Eine Umwidmung der Triftstraße in eine Fahrradstraße erscheint nicht möglich:

Es handelt sich um eine „Notfallstraße“ die von den Gleidinger Feuerwehrleuten zu ihrem Gerätehaus frei bleiben muss. Eine Fahrradstraße, die für sonstigen Kfz-Verkehr freigegeben wird erscheint nicht sinnvoll. Als Erklärung dient vielleicht der Hinweis, dass der einzige Unterschied zwischen einer 30erZone und einer Fahrradstraße ist, dass  letztgenannte nebeneinander fahren dürfen, was den Radlern sonst entsprechend der StVO verboten ist.

 

Barrierefreiheit und Genderaspekte umsetzen

 

Seite 8 fehlt offensichtlich der Gehweg zwischen dem Dammackerweg und der Straße Am Leinkamp. Hier kommt es häufig zu kontroversen Situationen zwischen Radfahrern, die vom oder zum Sportzentrum unterwegs sind und sich dort von den Fußgängern frei Fahrt erzwingen wollen.

Wegen der Fehlplanung von Parkstreifen zwischen Osterstraße und Orpheusweg wurde auf dem Gehweg mittels durchgezogener Linie zulasten der Fußgänger/Rollator und Rollstuhlfahrer ein Teil dieser Verkehrsfläche entzogen. Im Rahmen der Umbaumaßnahmen der StraB bzw. Hochbahnsteige ist hier Abhilfe zu schaffen.

Da im Bereich Thorstraße und Osterstraße weitere Verkehrsflächen nicht zu schaffen sind, kann hier nur durch repressives Tätigwerden des Ordnungsamtes eine „Erziehung“ von Kraftfahrzeugführern erreicht werden.

 

Handlungsprogramm Kfz-Verkehr

 

Um das Baugebiet Erdbeerhof über mehrere Strecken zu erreichen und damit die Verkehrsströme zu entzerren, dient eine Querverbindung zwischen der Triftstraße und der Hildesheimer Straße südlich der Straße Springborn.

Es erscheint ebenfalls sinnvoll die landwirtschaftlichen Wege aus Rtg. Oesselse für private Kfz-Nutzer uninteressant werden zu lassen, da einige Bewohner des ostwärtigen Ortsteils diese Strecken nutzen, um nach Rethen zu kommen. Schließlich gibt es hier keine Ampelrückstaus an der Kreuzung B6/Oesselser Straße.

 

Handlungsprogramm ÖPNV

 

Wenn sowohl die Linie 1 als auch 2 durch Gleidingen fahren und dadurch eine Verdoppelung des Taktes erzeugen müssen die Hochbahnsteige nicht für 3Wagenzüge ausgebaut werden.

Mit der zweiten Linie erreicht man eine Steigerung von mind. 50% von Plätzen in der Bahn.

Der Busverkehr aus Sehnde/Ingeln-Oesselse sollte baldmöglichst an der S-Bahn Rethen enden.

Die provisorische Wendeschleife Gleidingen Nord ist dann nicht mehr erforderlich.

Eine Linienführung des 390er Busses über die Triftstraße ist optional und kann mit Anschluss an den „Stadtbus“ Rethen-LaatzenMitte versehen werden.

Bevor einzelne Verkehrsregelungsmaßnahmen in Angriff genommen werden, erscheint wichtiger den Verkehrsteilnehmern deutlich zu machen, was von ihnen erwartet bzw. welche Rechte und Pflichten tatsächlich gegeben sind.

Nach meinen Beobachtungen funktioniert das Miteinander verschiedener Verkehrs derzeit hauptsächlich auf die Rücksichtnahme von schwächeren gegenüber dem stärkeren.

Im Allgemeinen versuchen aber Alle sich die Verkehrsregeln so Auszulegen wie es am

„Besten passt“.   

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

 

 

Rolf Pieper