Betreff
Passivhausstandard für Neubauten
- Antrag Bündnis 90/Die Grünen -
Vorlage
038/2009
Art
Antrag
Untergeordnete Vorlage(n)

Sachverhalt:

 

Unsere Gesellschaft wird um den Passivhausstandart nicht herumkommen.  Allein in Frankfurt sind schon über 600 Wohneinheiten so entstanden, auch Industrie- und Bürogebäude. Die Aussage, „Passivhäuser sind teurer“ ist inzwischen falsch. Größere Wohneinheiten sind inzwischen preiswerter, in 2-3 Jahren werden auch Einfamilienhäuser im Passivhausstandart preiswerter sein, als Häuser nach der neuesten EneV (Energieeinspar –Verordnung). Der Hauptgrund hierfür liegt in dem Wegfall der Heizungsanlage (es gibt keine Heizkörper und keine Heizzentrale mehr), Herzstück ist eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, die die verbleibende 10% der Heizenergie mit übernimmt, entweder über eine Solaranlage, eine Erdwärmepumpe, oder eine Pelletsheizung. Mehr erfahren können Sie über : www.passivhaus.de . Gerade in Zeiten steigender Energiepreise würde es  Imagevorteil sein, fortschrittliche Verordnungen – die mit Sicherheit kommen werden – schon jetzt vorzulegen. Einzelne Städte gibt es schon, die Baugebiete als Passivhausbaugebiete vorsehen. Das bietet auch Planungssicherheit, weil z.B. so ein Baugebiet keinen Gasanschluss benötigt, denn nur 10 % des Absatzes machen eine solche Infrastruktur überflüssig. Dies hat auch weitere Synergieeffekte zur Folge.

Mehr dazu mündlich.

 

 

 

 

Gerd Apportin

 

 

 

Herrn

Bürgermeister Thomas Prinz

Marktplatz 13

 

30880 Laatzen

 

 

                                                                                                Laatzen, 18. Februar 2009

 

Antrag an den Rat der Stadt Laatzen

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

hiermit stelle ich im Namen meiner Fraktion folgenden Antrag:

 

 

 

Beschlussvorschlag:

 

Alle Neubauten und Renovierungen, die der Genehmigung der Bauaufsicht bedürfen, werden grundsätzlich in „Passivhaus“- Bauweise ausgeführt. Ausnahmen hierfür müssen begründet und von der Bauaufsicht genehmigt werden (z.B. Toilettenhäuschen oder Lager, die keine Wohnraumtemperatur benötigen, oder unter Denkmalschutz stehende Gebäude, wo der Aufwand in keinem vernünftigen Verhältnis stehen würde). Alle Bauherren werden darüber informiert, dass sich diese Bauweise auch kurzfristig rechnet. Es gibt keine wirtschaftliche Alternative.