Betreff
Handlungskonzept zur Weiterentwicklung der Integration in Laatzen
- Antrag der Gruppe SPD-Grüne-Linke-Faull-Scheibe im Rat -
- Sachstandsbericht zur grundsätzlichen Ausrichtung und Ausblick
auf die nächsten Schritte -
Vorlage
2018/222/1
Aktenzeichen
50 TMK
Art
Mitteilung

 

Mit Beschluss des Rates vom Oktober 2018 wurde die Verwaltung gebeten, auf der Basis der Ergebnisse der Projektgruppe „Integrationskonzept“ (siehe Dr.‑Nr.: 2018/128) ein Handlungskonzept zur Weiterentwicklung der Integration in Laatzen zu erstellen und zur Beschlussfassung vorzulegen.

 

Folgende Punkte sollten dabei gemäß des Antrags Berücksichtigung finden:

·                Einbeziehung aller Akteurinnen und Akteure

·                Mehrjährige Laufzeit des Handlungskonzepts

·                Beinhalten folgender Fragestellungen:

o      Welche Maßnahmen sollen umgesetzt werden?

o      Wann (bis wann) sollen die Maßnahmen umgesetzt werden?

o      Welcher Akteur übernimmt federführend die Verantwortung für die Umsetzung der Maßnahme?

o      Welche personellen und finanziellen Ressourcen werden zur Umsetzung der Maßnahmen benötigt?

o      Wie wird das Handlungskonzept überprüft und fortgeschrieben?

 

Angesichts der Komplexität und Vielschichtigkeit der Thematik, wurde bei den Überlegungen zur Umsetzung schnell deutlich, dass die umfassende Berücksichtigung der vorgenannten Voraussetzungen eine erhebliche Herausforderung darstellt, da das Konzept gleichzeitig noch händelbar bleiben muss und vor allem die Erfolge oder Misserfolge der Maßnahmen „messbar“ sein sollen.

 

Um überzogene Erwartungen und letztlich nicht realisierbare Ziele zu vermeiden, sollte sich das Konzept auf Ziele und Maßnahmen beschränken, die mit den vorhandenen Ressourcen auf der kommunalen Ebene gesteuert und beeinflusst werden können.

 

Nachdem zum 01.01.2020 die neu eingerichtete Stelle der Koordinatorin für Integration und Teilhabe besetzt werden konnte, wurde die Stelleninhaberin mit der Federführung für diese Maßnahme beauftragt.

 

Ausgehend von den festgelegten sieben Handlungsfeldern

·                Willkommenskultur

·                Wohnen und Leben

·                Bildung und Sprache

·                Wirtschaft und Arbeit

·                Teilhabe

·                Interkulturelle Öffnung

·                Vernetzung

 

wurde seither in einem ersten Schritt eine Bestandsaufnahme („was haben wir schon?“) und Bedarfsabfrage („was brauchen wir noch?“) bei den externen Akteuren durchgeführt. Derzeit findet dieser Prozess auch mit den Teams der Stadtverwaltung statt. Bis Ende 2020 soll dies abgeschlossen und ausgewertet sein.

 

Damit messbar wird, ob die Maßnahmen des Handlungskonzepts im Hinblick auf eine bessere Integration und Teilhabe von zugewanderten Menschen als erfolgreich oder nicht erfolgreich bewertet werden können, sollen diese Maßnahmen im Konzept als „SMARTe Ziele“ formuliert sein:

 

Maßnahmen /Ziele müssen …

S

Spezifisch

… eindeutig definiert sein

M

Messbar

… messbar sein

A

Aktivierend

… erstrebenswert, ansprechend und einem bestimmten

     Verantwortlichen zuweisbar sein

R

Realistisch

… möglich und realisierbar sein

T

Terminiert

… mit einem eindeutigen Datum terminiert /festgelegt sein

 

Das daraus entwickelte „Handlungskonzept Integration“ in Laatzen soll den politischen Gremien in der ersten Jahreshälfte 2021 zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

 

Alle zwei Jahre sollen die Maßnahmen/Ziele auf der Grundlage einer vorher definierten Bewertungsmatrix evaluiert werden. Auf der Basis dieser Evaluierung soll das Handlungskonzept alle zwei Jahre fortgeschrieben werden.

 

Ergänzend hierzu ist im Rahmen einer sog. Integrationskonferenz ein regelmäßiger, jährlicher offener Austausch mit allen Akteuren aus Gesellschaft, Politik und Verwaltung vorgesehen.

 

Weitere inhaltliche Ausführungen hierzu erfolgen in der Ausschusssitzung im Rahmen einer Präsentation.

 

Im Auftrag

 

 

 

Thomas Schrader