Betreff
Bildungs- und Gesundheitszentrum Laatzen-Mitte
Vorlage
020/2009
Art
Beschlussvorlage

Sachverhalt:

 

Mit Beschluss zur Drucksachen-Nr. 186/2007 stimmte der Rat der vorsorglichen Beantragung von Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) für das Projekt „Begegnungs- und Kommunikationscenter in Laatzen-Mitte“, das auch unter der Bezeichnung „Bürgerhaus Laatzen“ bekannt ist, zu.

 

Seit dem 01.09.2007 übernimmt die hannoverimpuls GmbH als EFRE-Regionalagentur die Umsetzung der EU-Strukturpolitik in der Region Hannover und koordiniert Maßnahmen in der Region Hannover, die aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung gefördert werden. Die Regionalagentur wird von einem Förderausschuss gesteuert, dem der Regionspräsident und der Wirtschaftsdezernent der Region Hannover, der Oberbürgermeister und der Wirtschaftsdezernent der Landeshauptstadt Hannover sowie zwei Bürgermeister aus den Kommunen der Region Hannover angehören, dies sind gegenwärtig die Bürgermeister Eberhardt und Backeberg aus Wunstorf bzw. Uetze. Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. Zunächst ist eine Projektskizze bei der EFRE Regionalagentur einzureichen. Diese prüft, ob die beantragten Projekte die definierten Bewertungskriterien zur Förderung aus dem Teilbudget erfüllen.  Erst danach ist ein formaler Förderantrag über die hannoverimpuls GmbH bei der NBank einzureichen.

 

Für das „Begegnungs- und Kommunikationscenter in Laatzen-Mitte“ ist im vergangenen Jahr die Projektskizze bei der EFRE Regionalagentur eingereicht worden. Einen Schwerpunkt der Projektskizze bildeten darin die damit verbundenen Ziele der Bildungs- und Gesundheitsförderung. In dem Integrierten Entwicklungskonzept zur Beantragung eines Teilbudgets für die Region Hannover im Rahmen der EFRE-Förderung wurden Projekte zur Verbesserung der Infrastruktur in den Handlungsfeldern Gesundheitsförderung und Bildung im Quartier als Projekte von besonderem Interesse dargestellt.

 

Der EFRE-Förderausschuss der Regionalagentur hat zur eingereichten Projektskizze den Beschluss gefasst, das Projekt „Begegnungs- und Kommunikationscenter in Laatzen-Mitte“ zu einer Antragsreife weiterzuentwickeln. Damit ist das erste Etappenziel erreicht.

 

In einem nächsten Schritt ist eine detaillierte Beschreibung und Kostenschätzung zu erstellen, um einen Förderantrag bei der NBank einreichen zu können. Hierzu wurde zunächst das Raumprogramm wie folgt konkretisiert:

 

 

 

 

Abschnitt 1

 

lfd. Nr.:

Raumbezeichnung/ Funktion

Ca.- Fläche in m²

1

Bürgerhaus- Cafe

80

2

Mehrzweckraum teilbar

90

3

Seminarraum

30

4

Kreativraum I

30

5

Kreativraum II

30

6

Seniorentreff

20

7

Computerraum

30

8

Seniorenbeirat/ Jugendparlament, Büro

15

9

Initiativenraum I

15

10

Initiativenraum II

25

11

Familienservicebüro

30

12

Sanitärbereiche, Erste Hilfe

50

13

Hausmeisterraum

15

14

Technikraum/ Hausanschlussraum

50

15

Verkehrsflächen

120

 

 

630

 

 

 

 

 

 

Abschnitt 2

 

lfd. Nr.:

Raumbezeichnung/ Funktion

Ca.- Fläche in m²

16

Medienzentrum

800

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abschnitt 3

 

lfd. Nr.:

Raumbezeichnung/ Funktion

Ca.- Fläche in m²

17

kommerzielle Gastronomie und

 

 

Ladeneinheiten

noch zu ermitteln

 

 

Eine graphische Darstellung des Raumprogramms ist als Anlage beigefügt, wobei die Form und Anordnung der Räume nur der Illustration dienen. Die Räume sollen teilweise mit beweglichen Wandelementen ausgestattet werden, so dass ein hohes Maß an Flexibilität in Bezug auf die Raumgrößen und Nutzungen erreicht werden kann. Auch die bauliche Realisierung des Vorhabens soll in mehreren Bauabschnitten möglich sein, die konkrete Festlegung der Bauabschnitte sollte im weiteren Planungsverlauf erfolgen. Auf der Grundlage dieses Raumprogramms sind die Entwurfsplanung und Kostenschätzung von dem zu beauftragenden Architekten zu erarbeiten.

 

Insgesamt betrachtet stellte sich der Finanzierungsplan (entsprechend der Anlage zur Drucksachen-Nr.: 186/2007) dar wie folgt: 

 

 

 

2009

2010

2011

2012

 

Kosten

200.000 €

1.400.000 €

1.200.000 €

1.400.000 €

4.200.000 €

EFRE (50%)

100.000 €

600.000 €

0 €

0 €

 

Soziale Stadt

 

 

 

 

 

Bund

33.000 €

267.500 €

400.000 €

465.000 €

 

Land

33.000 €

267.500 €

400.000 €

465.000 €

 

Stadt Laatzen

34.000 €

265.000 €

400.000 €

470.000 €

 

 

 

Planungsleistungen, die vor Antragstellung erbracht werden, können nicht durch das Regionalisierte Teilbudget EFRE gefördert werden. Dem Förderantrag der NBank ist jedoch eine detaillierte Kostenschätzung beizufügen, die wiederum eine Entwurfsplanung voraussetzt. Die Beantragung eines vorzeitigen Maßnahmebeginns ist nach Auskunft der hannoverimpuls GmbH bei dieser Förderung durch das Nds. Sozialministerium nicht vorgesehen. Insoweit ist davon auszugehen, dass für die Planungsleistungen bis zur Entwurfsplanung keine EFRE-Förderung gewährt werden kann. Beantragt wurde der maximale Förderbetrag, der unter Berücksichtigung der Investitionskosten bei 700 000 € liegt. Insgesamt erhält die Region Hannover für die Förderperiode 2007 bis 2013  ein Regionalisiertes Teilbudget in Höhe von 2 Mio. €, wovon nach gegenwärtigem Stand insgesamt fünf Gesundheits- und Bildungszentren im Quartier bezuschusst werden sollen. Sollte sich die Anzahl der geplanten und zu bezuschussenden Projekte nicht verringern, muss davon ausgegangen werden, dass der beantragte maximale Förderbetrag aus dem Regionalisierten Teilbudget EFRE  aufgrund des begrenzten Budgets voraussichtlich nicht erreicht werden kann.

 

In Vertretung

 

 

Arne Schneider

 

Anlage

 

 

 

 

Beschlussvorschlag:

 

Die Projektskizze „Bürgerhaus Laatzen“ einschließlich des Raumprogramms ist Grundlage für den Realisierungswettbewerb eines Bildungs- und Gesundheitszentrums in Laatzen-Mitte sowie der Antragstellung auf Fördermittel aus dem Regionalisiertem Teilbudget EFRE der Region Hannover bei der NBank.