BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:2017/094  
Art:Mitteilung  
Datum:23.03.2017  
Betreff:Sachstandsbericht zur aktuellen Situation der Laatzener Spielbereiche/
Prioritätenliste 2017
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Dokument anzeigen: Anlage 1 Prioritätenliste 2017 Dateigrösse: 496 KB Anlage 1 Prioritätenliste 2017 496 KB
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Sachstandsbericht zur aktuellen Situation der Laatzener Spielbereiche/
Prioritätenliste 2017

 

 

Dieser Sachstandsbericht beinhaltet alle durchgeführten bzw. in Arbeit befindlichen Maßnahmen für den Zeitraum Mai 2016 bis heute.

 

Die Stadt Laatzen verfügt derzeit über 118 Spielbereiche (101 Spielplätze und 17 Bolzplätze), wovon 13 Plätze Kindertagesstätten und 2 Plätze Schulen zugeordnet sind, die nicht öffentlich zugänglich sind. Weiterhin gibt es acht stillgelegte Plätze, die als Spielplatz - Vorhaltefläche erhalten bleiben sowie der Spielbereich des aquaLaatzium, dass ebenfalls nicht öffentlich zugänglich ist, jedoch auf der Kontrollliste der Stadt steht. Das Außengelände der Kindertagesstätte in Gleidingen wird seit den Sommerferien 2016 nach der Betreuungszeit öffentlich genutzt.

 

 

Beschilderung:

 

Nach einem ausführlichen Abstimmungsprozess über die Gestaltung und die Inhalte der Spielplatzschilder, wurde das Ausschreibungsverfahren erfolgreich durchgeführt und Mitte Juni wurde der Auftrag vergeben

 

Auf den Schildern wurde ein individueller Hinweis zu den Benutzungszeiten gegeben.

 

Spielplatzschilder:                                    

Die Benutzung ist bis zum Einbruch der Dunkelheit, jedoch nur bis spätestens 20 Uhr gestattet.

 

Bolzplatzschilder:

Die Benutzungszeit für den Bolzplatz wurde auf spätestens 22 Uhr festgelegt.

Anfang September hat der Betriebshof mit der Aufstellung der Schilder begonnen.

 

Mittlerweile sind alle neuen Schilder aufgestellt und die bisherigen Schilder abgenommen.

 

Für einige Spielplätze mit mehr als einem Eingang werden zusätzliche Schilder bestellt und aufgestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sandreinigung:

 

Von Mitte Juli bis Anfang August 2016 wurden die Sand- und Fallschutzflächen

auf ca. 80 Spielplätzen gelockert, gesiebt und gereinigt.

 

Ausgeführt wurde die Reinigung von einer Fachfirma, die auch in den letzten Jahren den Sand gereinigt hat.

 

 

 

Die Firma ist Marktführer, besitzt die besten Referenzen und verfügt über ein vom TÜV zertifiziertes besonderes Verfahren, mit dem auch kleinste Verunreinigungen beseitigt werden.

 

 

 

Reinigung des Spielplatzes Wilhelm-Hauff-Straße

 

 

Spielplatzkontrollen:

Die Kontrollen sind zur Gewährleistung der Sicherheit unserer Kinder wichtig. Spielplätze sollen ein Platz zum Toben und Spielen sein, auf dem die Kinder auch ihre Grenzen testen und neue Erfahrungen machen können. Dies soll möglichst ungehindert aber weitestgehend sicher passieren.

Die Kontrollen sind in der DIN EN 1176 Teil 1 festgelegt und gelten für öffentlich zugängliche Spielplätze. Also auch für Schulhöfe, die zum Spielen frei gegeben sind.

Folgende drei Kontrollen sind vorgeschrieben:

 

  1. Visuelle Routine-Inspektion = Sichtkontrolle

Das Ziel: Erkennung offensichtlicher Gefahrenquellen, die durch Benutzung, Witterungseinflüsse, Vandalismus etc. entstehen können.

Durchgeführt und dokumentiert wird die Sichtkontrolle von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Betriebshofes.

 

  1. Operative Inspektion = Verschleißkontrolle (ist zusätzlich zur Sichtkontrolle durchzuführen)

Das Ziel: Detaillierte Inspektion zur Überprüfung des Betriebs und der Stabilität der Anlage in Bezug auf Verschleiß; Erkennen der Verschleißgrenze

Die Intervalle der operativen Inspektion wurde 2016 umgestellt und wird nun monatlich von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Betriebshofes durchgeführt und dokumentiert.

 

  1. Jährliche Hauptinspektion =  Jahreshauptinspektion ist zusätzlich zur Sicht- und Verschleißkontrolle durchzuführen

Das Ziel: Feststellung des betriebssicheren Zustandes von Geräten, Fundamenten und Oberflächen; Erkennen von Witterungseinflüssen, Verrottung, Korrosion; Beurteilen der Anlagensicherheit auf Grund ausgeführter Reparaturen;  Beurteilung der voraussichtlichen Lebensdauer von Geräten, Einleitung von Sanierungsmaßnahmen (z.B. Einbau von Stahlfüßen usw.)

 

 

 

 

 

 

 

Jahreshauptinspektion 2016

Während diese jährlichen Hauptinspektionen in der Vergangenheit von eigens dafür geschulten städtischen Mitarbeitern durchgeführt worden sind, erfolgte diese Kontrolle im Jahr 2016 durch einen unabhängigen, zertifizierten Spielplatzprüfer.

 

Die Inspektion erfolgte in der Zeit vom 21.09. bis zum 17.10.2016, die Ergebnisse wurden dem Fachteam am 28.10.2016 vorgelegt.

Der Spielplatzprüfer hat die vorgefundenen Mängel in fünf Kategorien eingestuft, die nach Dringlichkeit zu beurteilen sind. Es wurden keine Mängel festgestellt, die eine sofortige Schließung eines oder mehrerer Spielbereiche zur Folge hatten.

Auf der Grundlage der Berichte wurden die Mängel gewertet und werden nach Dringlichkeit abgearbeitet.

 

Die Verdichtung des Fallschutzkieses wurde auf vielen Spielplätzen beanstandet. Dieses Problem wurde in der Vergangenheit immer wieder durch Fräsen und Auflockern angegangen. Derzeit werden neue Verfahren zur Beseitigung der Verdichtung gesucht und getestet. Die Suche nach alternativen Fallschutzbelägen und Materialien wird momentan intensiv betrieben.

 

Die Stadt Hannover zum Beispiel stattet ihre Spielplätze mit trockenen Holzhackschnitzeln aus, weil sie damit sehr gute Erfahrungen gemacht hat. Dieses Material soll besonders langlebig und vor allem pflegearm sein. Im Idealfall müssen nur Material aufgefüllt und Verunreinigungen abgesammelt werden. Jedoch ist es im Vergleich zu Kies, Sand oder anderen Holzhackschnitzeln, die zum Beispiel aus frischem Holz bestehen und daher schneller verrotten, sehr teuer.

 

Der Betriebshof wird weiterhin mit verschiedenen Maschinen und Aufsätzen die Kiesflächen auflockern und reinigen. Besonders stark verdichtete Fallschutzflächen werden erneuert. Hierfür stehen Haushaltsmittel zur Verfügung, die für den Austausch von Fallschutzbelägen angemeldet wurden.

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Es befinden sich auf verschiedenen Spielplätzen Spielgeräte, die nicht mehr normgerecht sind, jedoch Bestandschutz genießen. Die Geräte wurden nach den alten Sicherheitsmaßstäben gebaut, sind jedoch zur weiteren Benutzung grundsätzlich geeignet und zugelassen. Es hat sich gezeigt, dass bei einigen der Norm entsprechenden Geräten, die nach neuen Sicherheitserkenntnissen geforderten Maße zum Schutz vor Fangstellen, wie z.B. für Kleidung und für den Hals nicht erfüllt sind. In solchen Fällen sollten die Geräte entsprechend der DIN-Norm nachgerüstet werden. Hierbei müssen die Geräte überprüft und im Einzelfall darüber entschieden werden, ob sich eine Nachrüstung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten lohnt oder nach 15 Jahren im Gebrauch abgebaut werden sollten. Mittlerweile wurden viele Finger- und Kopffangstellen durch den Betriebshof beseitigt.

 

Spielplatzsatzung:

Es wurde erstmalig eine Spielplatzsatzung für die Spielbereiche der Stadt Laatzen entwickelt, die in einer gesonderten Drucksache ( 2017/095) vorgelegt wird.

 

Kita Gleidingen:

Nach den Sommerferien 2016 hat für das Außengelände der Kita in Gleidingen eine Testphase bis zum Ende desselben Jahres begonnen.

Das Spielplatz-Außengelände als öffentlichen Spielplatz zu nutzen, ist ein längerer Wunsch der Eltern aus Gleidingen gewesen, weil das Bewegungsangebot des Außengeländes  für Kinder vielfältig ist. Das Außengelände ist großzügig, es bietet attraktive Spielmöglichkeiten und des Weiteren verfügt es über einen naturbelassenen Teil, der von den Kindern als „Wäldchen“ bezeichnet wird.

Mit der KiTa-Leitung wurde entschieden, dass einer Freigabe des Außengeländes außerhalb der Öffnungszeiten nichts entgegensteht.

Die Öffentlichkeit kann das Spielplatz-Außengelände durch die reguläre Eingangspforte von Montag bis Donnerstag ab 16.30 Uhr, freitags ab 15 Uhr und während der Schließzeiten ganztägig nutzen.

Da Schäden durch Vandalismus nicht zugenommen haben und auch eine Zweckentfremdung des Geländes nicht stattgefunden hat, wird die Doppelnutzung des Geländes fortgeführt.

 

Stilllegung:

 

Folgende Spielplätze sollen stillgelegt werden / Wurden Stillgelegt:

 

 

Engerode Lange Weihe

 

Der Spielplatz ist nicht mehr attraktiv und eine „Wiederbelebung“ würde aufgrund der Bevölkerungsstruktur, Größe und Lage wenig sinnvoll sein. Daher wird der Spielplatz in diesem Jahr zurückgebaut und bleibt bis zu einem Generationswechsel als Vorhaltefläche für einen Spielplatz erhalten.

 

 

 

 

 

Hölderlinweg Ingeln/Oesselse

 

Aus demselben Grund wurde der Spielplatz Hölderlinweg bereits Ende des letzten Jahres zurückgebaut und befindet sich momentan in der Umgestaltungsphase. In der Nähe vom Hölderlinweg gibt es zum einem den Spielplatz Pappelallee, der um weitere Spielgeräte erweitert und aufgewertet wurde. Ferner wurde der Spielplatz Königsberger Straße durch neue Spielgeräte aufgewertet, so dass genügend attraktive Spielmöglichkeiten für die Kinder vorhanden sind.

 

 

 

Bolzplatz Kreuzweg Alt-Laatzen

 

Der Bolzplatz wurde abgebaut und die zwei Tore wurden auf den Bolzplatz Margeritenweg eingebaut, da hier nur ein abgängiges Tor vorhanden war. Auf der freien Fläche am Kreuzweg soll ein Wohngebäude gebaut werden.

 

Im Auftrag

 

 

 

 

Axel Grüning

 

 

 

 

Anlagen

 

1. Prioritätenliste mit Kategorisierung

2. Anlage Spielgeräte