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Name:2015/222/13  
Art:Mitteilung  
Datum:20.10.2015  
Betreff:Haushalt 2016
Schaffung weiterer Kindergartenplätze
Referenzvorlage: 2015/222
DokumenttypBezeichnungAktionen
Dokument anzeigen: Mitteilung Dateigrösse: 218 KBMitteilung 218 KB
Dokument anzeigen: 2015-222-13_Anlage Dateigrösse: 92 KB2015-222-13_Anlage 92 KB

 

Wie mit der Fortschreibung der Kindergartenbedarfsplanung (Drucksache 2015/ 254) mitgeteilt, müssen aufgrund stark gestiegener Kinderzahlen im Stadtgebiet kurzfristig weitere Betreuungsplätze geschaffen werden. Während die Situation in Alt-Laatzen durch den möglich gewordenen Ausbau der Kita An der Masch (Drucksache 2015/222/12) verbessert werden kann, besteht insbesondere für Ingeln-Oesselse und Laatzen-Mitte Handlungsbedarf.

 

In Ingeln-Oesselse fehlen nach derzeitigem Anmeldestand im laufenden Kindergartenjahr 2015/2016 ca. 13 Betreuungsplätze. Zum Ende des Betreuungsjahres werden jedoch aus den beiden Betreuungseinrichtungen Barmklagesweg und St. Nicolai 44 Kinder in die Schule wechseln, so dass nach jetzigem Stand auch unter Berücksichtigung der bereits für das kommende Betreuungsjahr angemeldeten Kinder, alle Aufnahmewünsche bis einschließlich Juli 2017 erfüllt werden können. Nach jetzigem Stand besteht für 2016/2017 noch eine Aufnahmereserve von ca. 9 Plätzen.

 

Demgegenüber liegen in Ingeln-Oesselse bereits 51 Anmeldungen für die Hortbetreuung im Schuljahr 2016/2017 vor. Unter den Anmeldungen befinden sich 20 Erst- und 17 Zweitklässler.  Zur Verfügung stehen allerdings derzeit nur 30 Hortplätze (davon 10 in einer sogenannten Kleingruppe)  und bis zu 12 zusätzliche Plätze für den betreuten Mittagstisch in der „Alten Penne“.

 

Erforderlich ist somit eine kurzfristig zu realisierende Betreuungsmöglichkeit zunächst für Kindergartenkinder, die ab Schuljahresbeginn 2016/2017 für eine Hortbetreuung nachgenutzt werden müsste. Aus Sicht der Verwaltung eignet sich vor diesem Hintergrund die „Alte Schule“ Ingeln, in der bereits in den neunziger Jahren eine Kindergartengruppe für eine Übergangszeit bis zur Fertigstellung der Kindertagesstätte Barmklagesweg eingerichtet war. Vorbehaltlich der noch mit der Bauordnung durchzuführenden Begehung werden die Herrichtungskosten mit 40.000 Euro kalkuliert, für die Beschaffung des kompletten Inventars wären 25.500 Euro erforderlich. 

 

Anzustreben wäre ein temporärer Betrieb von drei Jahren. In dieser Zeit könnte die z.Zt. nur schwer einschätzbare weitere Entwicklung der Kinderzahlen und des Betreuungsbedarfs in Ingeln-Oesselse beobachtet und sofern erforderlich eine dauerhafte Lösung entwickelt und realisiert werden. Das Kultusministerium hat die Erteilung einer zeitlich befristeten Betriebserlaubnis in Aussicht gestellt.

 

Der Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt als Träger des benachbarten Kindergartens St. Nicolai hat auf Anfrage seine grundsätzliche Bereitschaft zur Übernahme der Trägerschaft für die Außengruppe signalisiert.

 

Alternativ gäbe es nur die Möglichkeit, die nicht in Ingeln-Oesselse berücksichtigten Hortkinder ab August 2016 in einer anderen Hortgruppe im Stadtgebiet zu betreuen, sofern dort ausreichend Plätze zur Verfügung stehen sollten. Nach Schulschluss müssten die Kinder mit einem Fahrdienst in die entsprechende Einrichtung gebracht werden.

 

In Laatzen-Mitte fehlen derzeit rund 50 Betreuungsplätze für Drei- bis Sechsjährige.

Als kurzfristige Lösung bietet sich der Umbau einer durch die Stadt zu erwerbenden Immobilie an. Mit Rücksicht auf die derzeit laufenden Verkaufsverhandlungen können zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben zum Standort gemacht werden. Nach einer ersten groben Kostenschätzung belaufen sich die Kosten für die Herrichtung incl. notwendiger Umbauten im Bestand, Außenanlagen und Möblierung auf rund 485.000 Euro (zum Vergleich: für einen Neubau gleichen Standards auf einem städtischen Grundstück wären rund 1,0 bis 1,25 Mio. Euro erforderlich). Anzustreben ist ein Betriebsbeginn zum 01.08.2016.

 

Die Region Hannover fördert jeden neu geschaffenen Kindergartenplatz mit einem Betrag in Höhe von rund 2.700 €, bei 50 Plätzen ergäbe sich somit eine Förderung in Höhe von bis zu 135.000 Euro.

 

Die Folgekosten für die beiden o.g. Maßnahmen können den beigefügten Anlagen entnommen werden.

 

Um die in der Drucksache beschriebenen Betreuungsengpässe im kommenden Haushaltsjahr kurzfristig beheben zu können, beabsichtige ich, die erforderlichen Mittel im Rahmen der Veränderungsliste zum Haushaltsplanentwurf 2016 zusätzlich aufzunehmen. Die Freigabe der Mittel steht unter dem Vorbehalt, dass die o.g. Maßnahmen in der dargestellten Weise realisiert werden können.

 

Im Auftrag

 

 

 

Thomas Schrader