Betreff
Kinder- und Jugendhilfeplanung
- Fortschreibung des Kindergartenbedarfsplanes
für den Zeitraum 01.08.2010 bis 31.07.2013 -
Vorlage
247/2010
Art
Mitteilung

Gesamtsituation im Stadtgebiet Laatzen:

 

Den 1.389 Kindern der vier zu berücksichtigenden Jahrgänge stehen derzeit 1.150 Be­treu­ungsplätze in 15 Kindertagesstätten zur Verfügung. Die Versorgungsquote beträgt somit 82,8 %. Zum 01.10.2010 befanden sich 1.012 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren in den Betreuungseinrichtungen ‑ dies entspricht einer Auslastung von 88,0 %, die angestrebte Auslastungsquote von 90 % wird in den nächsten Wochen bereits überschritten. 138 Plätze waren am 01.10. noch nicht belegt. Bis zum Ende des Betreuungsjahres werden noch 225 angemeldete Kinder das dritte Lebensjahr vollenden, davon allein 92 in Laatzen-Mitte.

 

Die angestrebte Versorgungsquote für die Bedarfsberechnungen beträgt wie im vergangenen Jahr 87,5 % (bezogen auf vier zu berücksichtigende Jahrgänge). Danach besteht im gesamten Stadtgebiet aktuell ein Defizit von 66 Plätzen. Dieser Fehlbedarf konzentriert sich auf Laatzen-Mitte, allein hier fehlen trotz der Erweiterung des Kindergartens Im Langen Feld um eine Gruppe 65 Plätze. In Rethen ist das Defizit gegenüber dem Vorjahr um 44 angestiegen. In den anderen Stadtteilen ist die Situation ausgeglichen, nur in Alt-Laatzen gibt es einen geringen Platzüberschuss. Daher kann das Defizit nicht ausgeglichen werden. In den beiden kommenden Jahren bleiben die Zahlen in allen Stadtteilen auf ähnlichem Niveau. In Rethen sind sie erstmals leicht rückläufig. Einen weiteren Zuwachs gibt es in Laatzen-Mitte, so dass hier nach einer kurzfristig zu realisierenden Übergangslösung gesucht werden muss. Derzeit werden geeignete Standorte geprüft. Über das Ergebnis wird erneut berichtet.

 

Zu einem Absinken der Zahl der Fünf- bis Sechsjährigen wird es durch die Neufassung der Schulpflicht kommen. Bis zum Schuljahr 2012/2013 wird der Stichtag stufenweise vom 30.06. auf den 30.09. verschoben, so dass ab dem Kita‑Jahr 2012/2013 rund 40 Kinder weniger zu betreuen sein werden. Allerdings bedeutet dieses keinen Platzleerstand, da Krippenkinder nachrücken und der Bedarf an Hortplätzen in den letzten Jahren kontinuierlich zunimmt.

 

Eine Übersicht über die Situation im Gesamtstadtgebiet und in den einzelnen Stadtteilen, das derzeitige Platzangebot in den einzelnen Einrichtungen und die Belegung zum 01.10.2010 geben die beigefügten Tabellen.

 

Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund in den Einrichtungen beträgt rund

33 %. Besonders hoch ist der Anteil in den Kitas in Laatzen-Mitte mit bis zu 80 % (Im Langen Feld).

 

212 Kinder erhalten in den Einrichtungen Sprachförderung. Dies sind 20,9 % aller Kinder und liegt damit um 1,1% unter dem Anteil des Vorjahres. Besonders hoch ist der Bedarf in den Halbtagsgruppen. Den sechs Sprachförderfachkräften stehen wöchentlich 128 Stunden zur Verfügung. Das entspricht 64 Min/Kind einschließlich Dokumentation, Elterngespräche und Fortbildung. Zur Ergänzung und Unterstützung der Sprachförderkräfte werden einrichtungsübergreifend auch Erzieherinnen und Erzieher geschult.

 

Darüber hinaus benötigen zahlreiche Kinder aber auch zusätzliche therapeutische Angebote wie Logopädie, Ergotherapie oder Krankengymnastik, die außerhalb der Einrichtungen stattfinden. Allein in den städtischen Kindertagesstätten betrifft dies ca. 120 Mädchen und Jungen.

 

Daneben gibt es noch eine kleinere Gruppe von Kindern, für die aus pädagogischen Gründen eine Ganztagsbetreuung zu empfehlen ist. In den städtischen Einrichtungen sind dies ca. 25 – 30 Kinder.

 

Im Stadtgebiet können in sieben Integrationsgruppen (Thomaskindergarten 2 Gruppen, Kindertagesstätte der AWO in der Langen Weihe 2 Gruppen, Kath. Kindergarten St. Mathilde, Kindergarten des DRK im Barmklagesweg und Ev. Kindergarten St. Nicolai jeweils 1 Gruppe) bis zu 28 Kinder mit einer Behinderung betreut werden. Daneben läuft jeweils eine Einzelintegrationsmaßnahme im evangelischen Kindergarten Grasdorf und im städtischen Kindergarten Im Langen Feld. Aufgrund der in den vergangenen Jahren stetig gestiegenen Nachfrage nach Integrationsplätzen ist der Fortbestand aller Gruppen zum jetzigen Zeitpunkt gesichert (in jeder Gruppe müssen mindestens 2 Kinder mit einer Behinderung betreut werden).

 

Mit dem Familienzentrum wird auch in Rethen zukünftig die Möglichkeit zur Einrichtung eines wohnortnahen Betreuungsangebotes für Kinder mit einer Behinderung bestehen.

 

In Vertretung

 

 

 

 

 

Arne Schneider